Sonderausstellung: Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz


Der Chemiekonzern I.G. Farben ließ ab 1941 in unmittelbarer Nähe zum Konzentrationslager Auschwitz die größte chemische Fabrik im von Deutschland eroberten Osteuropa bauen. Sie sollte zugleich ein Baustein der „Germanisierung“ der Region um Auschwitz werden.

Flyer zur Sonderausstellung
Foto: Gedenkstätte KZ Osthofen

Neben deutschen Fachkräften setzte das Unternehmen auf der riesigen Baustelle tausende von Häftlingen aus dem KZ Auschwitz, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus ganz Europa ein. Für die zunehmende Zahl von KZ-Häftlingen errichteten der Konzern und die SS, die eine intensive Zusammenarbeit miteinander verband, 1942 das firmeneigene KZ Buna-Monowitz. Tausende kamen durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu Tode oder wurden in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet, wenn sie nicht mehr arbeitsfähig waren.

Die Ausstellung zeichnet Entstehung, Betrieb und Auflösung des KZ Buna-Monowitz nach. Historische Fotografien dokumentieren die Perspektive von SS und I.G. Farben auf Baustelle und Lageralltag. Sie werden kontrastiert mit autobiographischen Texten von Überlebenden, darunter Primo Levi, Jean Améry und Elie Wiesel sowie den Aussagen von Überlebenden in den Nachkriegsprozessen. Informationen zu den Gerichtsverfahren in der Nachkriegszeit und den Bemühungen der Überlebenden um Entschädigung nach 1945 beschließen die Ausstellung.

Die Ausstellung kann ab dem 19. Januar 2022 bis zum 24. April 2022 zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte KZ Osthofen besichtigt werden.

Flyer zur Sonderausstellung
Foto: Gedenkstätte KZ Osthofen

Die Ausstellung kann ab dem 19. Januar 2022 bis zum 24. April 2022 zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte KZ Osthofen besichtigt werden und wird von der Gedenkstätte und dem Förderverein in Kooperation mit dem Fritz-Bauer-Instiut Frankfurt am Main veranstaltet. 

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