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Projekte mit Grundschülern in der Gedenkstätte KZ Osthofen

Der Besuch von NS-Gedenkstätten mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule ist innerhalb der Schul- und Gedenkstättenpädagogik durchaus noch umstritten.
Dennoch kann auch mit dieser Altersstufe der Besuch einer Gedenkstätte sinnvoll und richtig sein. Entscheidend für das Gelingen eines solchen Besuches ist, dass es einen Besuchsanlass geben sollte und dass ein solcher Besuch sehr sorgfältig vor- und nachbereitet wird.

 

Ansprechpartnerinnen:

Ramona Dehoff (Förderverein Projekt Osthofen e.V.)
Telefon (06242) 910825
ramona.dehoff@ns-dokuzentrum-rlp.de


Martina Ruppert-Kelly (LpB Rheinland-Pfalz)
Telefon (06242) 910817
martina.ruppert@ns-dokuzentrum-rlp.de

Ausschnitt aus dem Eintrag im Gästebuch der Gedenkstätte

Zwei Praxisbeispiele

1) Skulpturen zum Thema "Gewalt"

Grundschülerinnen und -schüler der benachbarten Seebachschule besuchten schon mehrfach die Gedenkstätte KZ Osthofen. Die Kinder kommen zum Großteil auf ihrem täglichen Schulweg an der Gedenkstätte vorbei und wollen natürlich wissen, was dies für ein Ort ist.
Nach einer kindgerechten Führung über das Ausstellungsgelände und die ausführliche Beantwortung der Fragen der Kinder, wurde mit den in der Gedenkstätte befindlichen Skulpturen zum Thema "Gewalt" gearbeitet. Die Kinder beschrieben die Skulpturen und dabei auch ihre eigenen Erfahrungen zum Thema. Sie waren so sehr an der Thematik interessiert, dass sie sich anschließend im Kunstunterricht weiter damit auseinandersetzten und die Ergebnisse dann in einer kleinen Ausstellung in der Gedenkstätte präsentierten

2) "Der überaus starke Willibald"

Die vierte Klasse der Grundschule Bechtheim behandelte als Lektüre im Deutschunterricht das Buch "Der überaus starke Willibald". Willi Fährmann vermittelt darin sehr kindgerecht am Beispiel eines Mäuserudels, wie eine Diktatur entsteht und funktioniert und wie man sie durchbrechen kann. Im Rahmen der Unterrichtsreihe verbrachte die Klasse einen Tag in der Gedenkstätte KZ Osthofen. Bei einer Führung über das Gedenkstättengelände konnten immer wieder Anknüpfungspunkte zwischen der Geschichte dieses Ortes und der Handlung des Buches gefunden werden. Anhand ausgewählter Stellen aus dem Buch konnte dies im anschließenden Gespräch noch vertieft werden. Ein kreativer Bastelteil rund um die Mäusegeschichte schloss den Besuch ab.