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13.12.2018 - 31.12.2019
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Bermersheim

Wilhelm Gauch (20. Juni 1887 - ???)
Wilhelm Gauch wurde 1887 in Bermersheim geboren. Jakob Müller III, ein Mithäftling im KZ Osthofen, erinnerte sich, dass Gauch zusammen mit 74 weiteren Personen am 22. April 1933 in das Konzentrationslager verschleppt worden war. Gauch blieb dort über den 1. Mai hinaus – wie lange genau, ist nicht bekannt. Er musste an politischen Schulungen zum Nationalsozialismus teilnehmen   – eine Maßnahme, welche die Lagerleitung nach einiger Zeit, vermutlich wegen mangelndem Erfolg, aufgab. 
Ein weiteres Mal wurde Gauch, diesmal zusammen mit Konrad Maurer, am 10. Juni 1933 mit einem LKW von Alzey nach Osthofen abtransportiert, beide „KPD-Leute“ hätten ein NSDAP-Mitglied „wiederholt tätlich beleidigt“. Für die Dauer der „Schutzhaft“ waren sieben Tage vorgesehen. 
Am 7. Juli 1939 wurde Wilhelm Gauch in das Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert und unter der Haftnummer 1927 registriert. Am 6. September 1943 wurde er zum Arbeitseinsatz nach Wuppertal überstellt. Dort war wenige Tage vorher die SS-Baubrigade 4 aufgestellt worden, eines von fünf mobilen Häftlingskommandos, die zu Aufräumarbeiten nach alliierten Luftangriffen herangezogen wurden.


Fritz/Friedrich Theiss (16. November 1905 - 15. Mai 1999)
Fritz Theiss wurde 1905 in Bermersheim geboren. Vor der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler war Theiss arbeitslos und gehörte dem „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ an, einem überparteilichen, von der SPD dominierten Bündnis zum Schutz der Weimarer Republik. Er wurde 1933 im Konzentrationslager Osthofen inhaftiert. Anschließend folgte eine längere Haft im Konzentrationslager Dachau. Nach seiner Entlassung konnte Theiss als Schlosser arbeiten. 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, wo er zunächst in Frankreich und ab 1941 in Russland stationiert war.
Nach Kriegsende arbeitete Theiss als Postangestellter in Freimersheim und wurde als „Opfer des Faschismus“ anerkannt.