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Tagung "Germanische Mythologie und Rechtsextremismus"

Zur Tagung "Germanische Mythologie und Rechtsextremismus - Missbrauch einer anderen Welt" haben die Nibelungenlied-Gesellschaft Worms e.V. in Kooperation mit dem Förderverein Projekt Osthofen e.V., dem Nibelungenmuseum Worms, der Stadt Worms und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz am 22. und 23. November 2013 in das Wormser-Tagungszentrum und die Gedenkstätte KZ Osthofen eingeladen.

Den Flyer zur Tagung können Sie hier als PDF-Datei downloaden:Flyer Mythologie-Tagung.pdf


Nach einer Begrüßung und Einführung in das Thema am Freitagabend durch Volker Gallé, Vorsitzdender des Fördervereins Projekt Osthofen e.V. und der Nibelungenlied-Gesellschaft, referierte Prof. Georg Schuppener (Erfurt) im Wormser Tagungszentrum über den Missbrauch germanischer Mythologie im Rechtsextremismus ("Mit Odin für Volk und Vaterland").

Die Vortragsreihe am Samstag in der Gedenkstätte KZ Osthofen eröffnete Prof. Rudolf Simek (Bonn), der einen Forschungsstand sowie eine aktuelle Rezeption am Beispiel der rechten Szene gab. Prof. Burckhard Dücker (Heidelberg) referierte zum Traditionsrahmen aktueller Symbole und Rituale rechtsextremer Organisationen. Ebenfalls mit aktuellen Rezeptionen beschäftigte sich Martin Langebach (Düsseldorf), der Germanische Mythologie in der rechten Musikszene untersuchte.

Die beiden Abschlussreferenten Prof. Franz-Josef Röll (Darmstadt) und Dr. Sebastian Winter (Bielefeld) legten ihren Schwerpunkt auf die Bedeutung des Tagungsthemas bei Jugendlichen: Prof. Rölls zeigte Funktion und Bedeutung von Mythen für die Identitätsbildung von Jugendlichen auf, während Dr. Winter den Fokus auf die Sozialpsychologie rechtsextremer Jugendlicher richtete.

Die Tagungsdokumentation ist im Worms-Verlag erschienen und für 16,50 € (zzgl. Versandkosten) auch hier über den Fördeverein zu beziehen.

Im Anschluss an das öffentliche Tagungsprogramm diskutierten am Nachmittag des 23. November rund zwanzig Expertinnen und Experten aus Schule, Wissenschaft, politischer Bildung und weiteren verwandten Bereichen gemeinsam mit den Referenten der Tagung in drei Themenfeldern über Folgerungen des Gelernten für die Praxis und mögliche Projekte für die Zukunft. Die Veranstaltung verfolgte damit das Ziel, auch als Auftakt für eine längerfristige Auseinandersetzung mit der Thematik zu dienen und einen Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu befördern.
In den drei Panels „pädagogische Welt“, „virtuelle Welt“ und „reale Welt“ wurde deutlich, dass der Bereich Bildung in vielerlei Hinsicht eine Schlüsselfunktion einnimmt. Die Diskussionspunkte reichten von möglichen Ansätzen für die Lehreraus- und Fortbildung über Möglichkeiten zur Wissensvermittlung im Internet bis hin zu Workshopangeboten auf Mittelaltermärkten. Am Ende des Tages standen 14 Ideen und Überlegungen im Raum, zu deren Detailkonzeption bzw. Umsetzung sich erfreulicherweise zum Teil bereits einige der Workshopteilnehmer bereiterklärt haben. Der Förderverein Projekt Osthofen wird die Detailkonzeption und Umsetzung der Ideen in Kooperation mit den weiteren Veranstaltern in den nächsten Monaten weiter begleiten und unterstützen.

Einen Bericht über die Tagung  (Autor ist der Tagungsteilnehmer Jonas Binkle) können sie auf der Seite der Universität des Saarlands nachlesen.