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Volker Gallé M.A.: Begeisterung statt Hassjubel

Demokratische und völkische Gefühlswelten in der europäischen Moderne

Die Übertragung der Souveränität vom König auf das Volk um 1800 hat die Frage nach einer neuen Verfassung gestellt. Darauf gab und gibt es demokratische Entwürfe, die den Geist der Menschenwürde in Nationalstaaten verlebendigen, und völkische Entwürfe, die feudale Strukturen in Form nationaler Hasskampagnen neu inszenieren.

Im frühen 19. Jahrhundert stehen sich in Deutschland europäisch-föderale Erzählungen des Volksbegriffs bei Rednern des Hambacher Fests und chauvinistisch-rassistische Erzählungen des Volksbegrifs bei Rednern des Wartburgfests gegenüber. Das hat bereits Heinrich Heine treffend charakterisiert. Beide Erzählwelten haben performativen Charakter.

Es kann also in der politischen Debatte nicht darum gehen, aus demokratischer Sicht missbrauchte und missbrauchbare Begriffe zu meiden, sondern darum, sie in demokratischem Geist zu erzählen und der Menschenwürde eine Gefühls- und Ausdruckswelt gegenseitigen Respekts einzuräumen.


Veranstaltungsbeginn: 18:30 Uhr

Um Anmeldung wird gebeten.

 

Veranstaltungsort:

Gedenkstätte KZ Osthofen
Ziegelhüttenweg 38
67574 Osthofen
 

Informationen und Anmeldung:

Förderverein Projekt Osthofen e.V.
Telefon: 06242-9108-25
info@projektosthofen-gedenkstätte.de