Dr. Susanne Scharnowski: Heimat


Zwischen Bedürfnis und Ideologie, Gefühl und Kitsch

+++ Termin entfällt, Alternativtermin wird diskutiert +++

 

Zwar beriefen sich seit einiger Zeit politische Parteien des gesamten Spektrums auf Heimat; doch für einen Teil der politischen Linken ist "Heimat" nach wie vor Synonym für Rückständigkeit, Abschottung und Nationalismus, negativer Gegenpol zu Weltoffenheit und Kosmopolitismus oder durch NS-Propaganda verbrannter bzw. "bis ins Innerste vergifteter" Begriff, dem eine "strukturell völkische Dimension" zugeschrieben wird.

Der Vortrag wird zeigen, dass "Heimat" schon im 19. und 20. Jahrhundert vor allem als Gegenbegriff zu Fortschritt und Moderne an Bedeutung gewann: Die Berufung auf Heimat erfolgte oft in Reaktion auf die in Deutschland besonders drastischen technisch-industriellen Modernisierungsschübe und Umbrüche.

Vor diesem Hintergrund wird erläutert, warum ein positiver Bezug auf Heimat nicht mit einem unbeirrbaren Festhalten an der Vergangenheit und Abwehr alles Fremden einhergehen muss, sondern durchaus das Potential für eine demokratische Kritik an Fehlentwicklungen der technisch-industriellen Moderne birgt.

Dr. Irene Scharnowski
Foto: Dr. Irene Scharnowski

Veranstaltungsbeginn: 18:30 Uhr

Um Anmeldung wird gebeten.

 

Veranstaltungsort:

Gedenkstätte KZ Osthofen
Ziegelhüttenweg 38
67574 Osthofen
 

Informationen und Anmeldung:

Förderverein Projekt Osthofen e.V.
Telefon: 06242-9108-25
info@projektosthofen-gedenkstätte.de
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