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Martin Luther im Nationalsozialismus

Die Stiftung Topographie des Terrors und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin haben 2017 eine Ausstellung konzipiert, die sich mit dem Thema „Martin Luther im Nationalsozialismus“ auseinandersetzt. Wie standen die Nationalsozialisten zu Religion und Kirche – und speziell zu Martin Luther? Wie verhielten sich Christen in Deutschland zum Reformator und seinem „Erbe” in der NS-Zeit? Und wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen in jenen zwölf Jahren?

Blick in die Ausstellung
Jürgen Sendel, Stiftung Topographie des Terrors

Die Ausstellung geht diesen Fragen nach. In das Jahr 1933 fielen die Feierlichkeiten zu Luthers 450. Geburtstag, aber auch die Konflikte zwischen „Bekennender Kirche” und „Deutschen Christen”.
Bis 1938 nahmen die Bezüge auf Luthers antijüdische Spätschriften deutlich zu. Und auch während des Zweiten Weltkriegs wurde Luther von verschiedenen Akteuren „vereinnahmt”: zur Legitimation des Kriegs aber auch, um ein „Widerstandsrecht” gegen das Unrechtsregime herzuleiten.

 

Programm

Eröffnung
27. Juni, 19 Uhr, Dreifaltigkeitskirche
„Ich führe lieber mit St. Augustin in den Himmel als mit den Juden
in die Hölle!“
Luther über die mit jüdischer Hilfe erarbeitete und von Peter Schöffer 1527 in Worms gedruckte Übersetzung der Propheten des Alten Testaments.
Referent: Dr. Ulrich Oelschläger

Gottesdienst
14. Juli, 10 Uhr, Dreifaltigkeitskirche
Dekan Harald Storch predigt zum Thema der Ausstellung.

Studienabend
19. Juli, 19.30 Uhr, Dreifaltigkeitskirche
„Dem Rad in die Speichen fallen …“
Als einer der Wenigen hat sich Bonhoeffer gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung ausgesprochen — anders als viele andere in der Bekennenden Kirche. Gemeinsam werden zentrale Stellen aus Bonhoeffers Schrift „Die Kirche vor der Judenfrage“ gelesen.
Einführungsreferat und Leitung des Abends: Pfarrerin Veronika Veerhoff

Finissage
18. August, 18.30 Uhr, Dreifaltigkeitskirche
Das Missverständnis mit der „Stunde Null“
Der lange Weg der christlichen Theologie zum Dialog mit dem Judentum nach dem Ende des „Dritten Reichs“
Referent: Dr. Ulrich Schwemer

 

Ausstellungsdaten

Ausstellung: 
27. Juni - 18. August 2019

Ausstellungseröffnung: 
Donnerstag, 27. Juni 2019, 19.00 Uhr

Ort:
Dreifaltigkeitskirche, Marktplatz 12, 67547 Worms

Zielgruppe:
Alle Interessierten

Kosten:
Der Eintritt ist frei!

Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Dreifaltigkeitskriche zu sehen.

Veranstaltende:
Evangelische Kirche, Dekanat Worms-Wonnegau in Kooperation mit der Stadt Worms und dem Förderverein Projekt Osthofen e.V.

Kontakt
Evangelisches Dekanat Worms-Wonnegau
Stadtkirchenarbeit Pfarrer Dr. Achim Müller, Gartenstraße 20, 67547 Worms
Tel.. 06241 - 8 74 56
E-Mail: achim.mueller@magnusgemeinde.de