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ENTFÄLLT! Vortrag zu Fritz Benscher

Ein Holocaustüberlebender als Rundfunk und Fernsehstar in der BRD

Leider muss der Vortrag entfallen.

„Leider hatte der ‚Führer‘ keine großen Sympathien für mich“, umschrieb Fritz Benscher (1904-1970) die Jahre nach 1933 und seine Haft in Theresienstadt, Auschwitz und Dachau.

Fritz Benscher, 1943
Foto: Beate Meyer

Während der Weimarer Republik hatte er bereits erste Erfahrungen am Theater und beim noch jungen Rundfunk gesammelt. Nach der Befreiung wurde er im Mai 1945 Oberspielleiter bei Radio München, dem späteren Bayerischen Rundfunk. Mit bissigem Witz und Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus verschrieb er sich ganz der Reeducation seiner Landsleute, im Sender, in der Öffentlichkeit und als Gutachter für die Entnazifizierungskammer.  Später kämpfte er engagiert gegen die Wiederbewaffnung, ungeachtet der vielen Sprechverbote und sonstigen Sanktionen, die immer wieder über ihn verhängt wurden. Während konservative Politiker, kirchliche Würdenträger und Antisemiten jeder Couleur Anstoß an seinen Beiträgen nahmen, liebte ihn die Mehrzahl seiner Hörerinnen und Hörer und hielt ihm die Treue. In den 1960er Jahren setzte Fritz Benscher seine Karriere unvermindert erfolgreich als Moderator, Quizmaster und Schauspieler im Fernsehen der Bundesrepublik fort.

Beate Meyer stellt die Geschichte des fast vergessenen Fritz Benscher als Geschichte eines virtuosen Medienstars wie eines Überlebenden vor, der fast an dem Erlebten zerbricht. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden der Universität Hamburg und veröffentlichte 2017 eine Biografie zu Fritz Benscher.

Datum, Uhrzeit: 
Mittwoch, 19. September 2018, 19.30 Uhr

Ort:
Alzey, Kulturzentrum, Saal

Veranstalter*innen:
Kreisvolkshochschule Alzey-Worms in Kooperation mit dem Förderverein Projekt Osthofen e.V.

Anmeldung:
Für die Veranstaltung wird aus organisatorischen Gründen um Anmeldung bei der Geschäftsstelle der KVHS, Tel. 06731-494740/ Fax 06731-408-84444, gebeten.