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Multiplikator*innen-Fortbildung "Die NS-Zeit im Comic"

Einsatz und Arbeitsmöglichkeiten in der schulischen und außerschulischen Bildung

mit Jonas Engelmann

Montag, 6. November 2017, 9.30-15.30 Uhr, Gedenkstätte KZ Osthofen

Im Rahmen des Themenschwerpunktes und der Werkschau „Die NS-Zeit im Comic“, die vom 6. September bis 10. Dezember 2017 in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu sehen ist, bietet die Gedenkstätte eine Fortbildung an, in der es um den Einsatz von und die Arbeitsmöglichkeiten mit Comics zur NS-Zeit in der schulischen und außerschulischen Bildung gehen soll.

© Tine Fetz

Zahlreiche Comics, die die NS-Zeit behandeln, Bezug auf diese nehmen oder deren Handlung in der Zeit spielt, sind auf dem Markt. Doch nur wenige finden Einzug in die Klassenzimmer oder werden in der Arbeit mit Jugendlichen eingesetzt. Oft herrscht Skepsis was das Medium Comic in Bezug auf die NS-Zeit betrifft. Darf man die NS-Zeit, gar den Holocaust in Comics überhaupt darstellen? Welchen Wert haben Comics in der Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus? Wie kann man mit Jugendlichen und Comics zur NS-Zeit arbeiten? Welchen Beitrag können Sie zur politischen Bildung leisten? Diese Fragen und mehr sollen in der Fortbildung behandelt werden.

Am Vormittag wird Jonas Engelmann Grundlagen zum Lesen von Comics und deren Einsatz bei Jugendlichen vermitteln und verschiedene Zugänge zum Themenbereich für unterschiedliche Altersstufen vorstellen. Anders als bei anderen Medien sind beim Lesen von Comics die Schüler*innen „Experten“, was im Unterricht genutzt werden kann. Gerade im Falle der Auseinandersetzung mit dem NS können durch neue Zugänge über den Comic auch Jugendliche erreicht werden, denen die Bedeutung des Themas sonst nur schwierig zu vermitteln ist. Die Bandbreite von Comics reicht dabei von avancierten Autorencomics wie Art Spiegelmans „Maus“ bis hin zu Superhelden-Reihen wie Superman oder die X-Men.

Trotz der Fülle von Comics zur Thematik sind nicht alle für die pädagogische Arbeit und eine jugendliche Zielgruppe geeignet. Am Nachmittag werden die Pädagoginnen der Gedenkstätte KZ Osthofen einen von der Gedenkstätte zusammengestellten ausleihbaren Koffer mit Comics vorstellen.

 

Jonas Engelmann ist Experte auf dem Gebiet Comics und Graphic Novels. 2012 promovierte der vergleichende Literaturwissenschaftler zum Thema „Gerahmter Diskurs. Gesellschaftsbilder im Independent-Comic“, dafür wurde er mit dem Roland Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm ausgezeichnet. Er hat zahlreiche Aufsätze und Rezensionen verfasst. Ein Interessensschwerpunkt liegt auf jüdischer Kultur und Subkultur. 2016 erschien mit „Wurzellose Kosmopoliten. Von Luftmenschen, Golems und jüdischer Popkultur“ eine Monografie, in der er auch das Medium Comic in den Fokus nimmt.


Datum, Zeit:
Montag, 6. November 2017, 9.30-15.30 Uhr

Ort:
Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen

Kosten:
Die Teilnahme (incl. Mittagsimbiss) ist kostenlos.

Zielgruppen:
Lehrkräfte aller Schularten, Multiplikator*innen der schulischen und außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung

Anmeldung:
info@ns-dokuzentrum-rlp.de, Tel. 06242-91080

benötigte Angaben:
- Name, Vorname
- Anschrift
- Telefonnummer
- E-Mail-Adresse
- ggf. Institution/ Schule

Seminarleitung:
Martina Ruppert-Kelly (LpB), martina.ruppert@ns-dokuzentrum-rlp.de, Tel 06242-910817

Veranstalter:
Förderverein Projekt Osthofen e.V.  in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und der Stadt Worms

Freistellung:
Die Veranstaltung ist als dienstlichen Interessen dienend anerkannt.