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13.12.2018 - 31.12.2019
Gedenkstätten rufen auf
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Monzernheim

Heinrich Wolff (25. März 1878 – am 20. März 1942 deportiert)
Heinrich Wolff wurde 1878 in Monzernheim geboren. Zusammen mit seiner Frau Selma lebte der angesehene Kaufmann zunächst in Nackenheim, später in Kostheim. Ein Enkel Wolffs berichtete anlässlich seines Besuchs in der Gedenkstätte KZ Osthofen, dass es zwischen Wolff und drei SS-Männern zum Streit gekommen sei, als diese von ihm die unentgeltliche Herausgabe von drei Säcken Mehl verlangten. Da er die sich weigerte, wurde er verhaftet und am 5. Juli 1933 im Konzentrationslager Osthofen inhaftiert. Nach einigen Wochen Haft wurde seine Ehefrau aufgefordert, das Mehl in Osthofen abzuliefern, dann käme ihr Mann frei.
Am 20. März 1942 wurde Heinrich Wolff zusammen mit seiner Frau Selma und weiteren jüdischen Mitbürgern von der Feldbergschule in Mainz aus in das Ghetto Piaski in Polen deportiert und wahrscheinlich ermordet. 2010 wurde zum Gedenken an die Eheleute Wolff vor der Eleonorenstraße 16 in Mainz-Kostheim ein „Stolperstein“ verlegt.