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"Theresienstadt: eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung"

Vortrag und Buchpräsentation mit Prof. Dr. Wolfgang Benz, Berlin

Titelbild des Buches „Theresienstadt: eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung“, erschienen im C.H. Beck-Verlag

„Nirgendwo kam der Zynismus der Nationalsozialisten deutlicher zum Ausdruck als in Theresienstadt. Die Weltöffentlichkeit und die zur Deportation bestimmten Juden wurden planmäßig über den Zweck der Einrichtung getäuscht. Bis heute hält sich das Bild des privilegierten ‚Altersghettos‘, in dem vor allem musiziert und gemalt wurde. Wolfgang Benz zeichnet in diesem Buch erstmals ein Bild von Theresienstadt, das der Realität zwischen Hoffnung und Vernichtung, zwischen Illusion und Untergang nahe kommt.“ So lautet der Umschlagtext zum Buch von Wolfgang Benz, das der Autor im Rahmen seines Vortrags vorstellen wird.
Ins Ghetto Theresienstadt waren 141.000 Juden, vor allem aus der Tschechoslowakei, aus Deutschland und aus Österreich deportiert worden.
Mit der 2013 erschienenen Monografie legt Wolfgang Benz die erste umfassende Gesamtdarstellung über das Ghetto Theresienstadt seit 58 Jahren vor.  Er berichtet u.a. auch über das  Mit- und Gegeneinander der deutschen, polnischen und tschechischen Deportierten. Somit wird das Geschehen in Theresienstadt nicht nur aus dem deutschen Blickwinkel betrachtet. Bereits vor, aber spätestens nach dem Abtransport nach Theresienstadt wurden die Deportierten ihrer Habe beraubt. Ihr Eigentum wurde vom nationalsozialistischen Staat über die Finanzverwaltung eingezogen. Mit Bezug auf die in Osthofen gezeigte Ausstellung „Legalisierter Raub“ wird Wolfgang Benz u.a. darüber sprechen, mit welchem Zynismus die für dieses Ghetto bestimmten Juden durch so genannte „Heimeinkaufsverträge“ ausge-plündert wurden.
Wolfgang Benz, Prof. em. der Technischen Universität Berlin, leitete bis März 2011 das Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin und ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Fachbeirats zur Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz.

Eine Begleitveranstaltung der Ausstellung "Legalisierter Raub - Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen und Rheinhessen 1933-1945"

Termin, Zeit: 
Donnerstag, 13. März 2014, 19.00 Uhr

Ort:
Gerty-Spies-Saal der Landeszentrale für politische Bildung, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz

Zielgruppe:
Alle Interessierten

Veranstalter:
Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Info und Anmeldung:
Gedenkstätte KZ Osthofen, Tel. 06242-910810, E-Mail: info@ns-dokuzentrum-rlp.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausschnitt aus dem Titelbild des Buches „Theresienstadt: eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung“, erschienen im C.H. Beck-Verlag