Am 3. September um 18.00 Uhr landen die Landeszentrale für politische Bildung und der Förderverein Projekt Osthofen e.V. in der Gedenkstätte KZ Osthofen zur Eröffnung der Sonderausstellung "trotzdem da! Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen" ein.
Während der Zeit des Nationalsozialismus waren freundschaftliche und intime Kontakte zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen unerwünscht. Zum Teil waren sie streng verboten.
Doch sie sind "trotzdem da": Kinder, die aus solchen Beziehungen hervorgegangen sind. Ihre Geschichten wurden lange tabuisiert. Sie sind wissenschaftlich wenig erforscht und in der Erinnerungskultur kaum präsent. Die Ausstellung ist ihren Lebensgeschichten gewidmet.
Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges mussten rund 13 Millionen Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter*innen im Deutschen Reich arbeiten.
Bei freundschaftlichen oder intimen Kontakten mit Deutschen konnten beide Seiten hohe Strafen drohen. Sie reichten von Gefängnisstrafen über die Einweisung in ein Konzentrationslager bis zur Todesstrafe. Dennoch wurden Kinder aus solchen Beziehungen geboren.
Viele Kinder aus verbotenen Beziehungen wussten lange nicht, dass ein Elternteil Kriegsgefangener oder Zwangsarbeiter*in gewesen war. Häufig wurden sie dennoch als uneheliches Kind und nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechend stigmatisiert. Immer wieder wurden sie rassistisch beleidigt und diskriminiert.
Viele suchten Jahrzehnte nach einem unbekannten Elternteil - in manchen Fällen mit Erfolg.
Der pädagogische Dienst der Gedenkstätte bietet auf Anfrage Führungen und Workshops zur Ausstellung an. Weitere Informationen zu den Begleitveranstaltungen finden Sie hier.
Plakat zu "trotzdem da! Kinder aus verbotenen Beziehung zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen" in der Gedenkstätte KZ OsthofenVeranstaltende
Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Förderverein Projekt Osthofen e.V.
Termin und Anmeldung
Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, den 3. September um 18.00 Uhr in der Gedenkstätte KZ Osthofen statt.
Um eine Anmeldung per Mail an
info@ns-dokuzentrum-rlp.de oder unter 06242-910810 wird gebeten.
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