Neue Forschungsergebnisse zum ehemaligen Konzentrationslager Osthofen


Samstag, der 13. Juni 2026, von 10 Uhr bis 16 Uhr

Anlässlich des 40‑jährigen Bestehens des Fördervereins Projekt Osthofen e.V. hat die Gedenkstätte KZ Osthofen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende sowie Angehörige ehemaliger Häftlinge dazu eingeladen, ihre aktuellen Forschungsergebnisse und biografischen Recherchen mit Bezug zum Konzentrationslager Osthofen vorzustellen.

In insgesamt acht Kurzvorträgen werden aus unterschiedlichen Perspektiven Schlaglichter auf das hessische Konzentrationslager als Ort früher nationalsozialistischer Verfolgung und Gewalt geworfen. Ein Teil der Beiträge widmet sich den Lebenswegen ehemaliger Häftlinge. Die individuellen Erfahrungen der Inhaftierten eröffnen dabei nicht nur Einblicke in die Mechanismen der Ausgrenzung, Entrechtung und Gewalt, sondern zeigen auch das Leiden der Betroffenen und ihrer Familien weit über die Inhaftierung in Osthofen hinaus. Neben weiteren historischen Fragestellungen werden auch Aspekte der aktuellen pädagogischen Arbeit in der Gedenkstätte KZ Osthofen beleuchtet.

Die Tagung richtet sich an alle, die sich für die Geschichte des Konzentrationslagers Osthofen interessieren. Sie bietet Raum für Vernetzung, Austausch und Diskussion über die Bedeutung dieses Ortes im Kontext der frühen NS‑Verfolgung.

Programm:

  • 10.00 Uhr Begrüßung (Ulrike Holdt, NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz Osthofen)
  • 10.15 Uhr Die Presse macht mit – Das Konzentrationslager Osthofen in der regionalen Berichterstattung (Niklas Velling, Köln)
  • 10.45 Uhr Kaffeepause
  • 11.00 Uhr Die NSDAP-Ortsgruppe Worms und ihre Verbindungen zum KZ Osthofen (Luisa Unbescheiden, Mainz)
  • 11.30 Uhr Vergessene Opfer? Jehovas Zeugen im KZ Osthofen. Forschungsergebnisse 2024 bis 2026 (Tabitha Hombach, Kleinniedesheim)
  • 12.00 Uhr Mittagsimbiss
  • 13.00 Uhr Jakob Albert Gondolf – Der Urgroßvater im Widerstand. Eine Spurensuche (Dr. Anja Busch, Hamburg)
  • 13.30 Uhr Max Tschornicki (1903 bis 1945) – Ein Leben im Widerstand. Neue Forschungsergebnisse (Angelika Arenz-Morch, Oppenheim)
  • 14.00 Uhr „… außerhalb der Volksgemeinschaft“. Verfolgung und Tod von Philipp Washeim (Dr. Sebastian Weitkamp, Gedenkstätte Esterwegen)
  • 14.30 Uhr Kaffeepause
  • 15.00 Uhr Einige waren Nachbarn – Didaktische Potenziale und Grenzen einer Ausstellung zum Holocaust und zur NS-Volksgemeinschaft (Dominik Hook, Gedenkstätte KZ Osthofen)
  • 15.30 Uhr Ein FSJ als Eingangstor zum Engagement in der Gedenkstätte? – Lebensläufe und Erfolgsgeschichten (Fabian Müller, Fördervereins Projekt Osthofen e.V.)

Es besteht die Möglichkeit nur an Teilen der Tagung teilzunehmen, d.h. während der Pausen zu kommen oder zu gehen.

Aus Organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung unter
info@gedenkstaette-osthofen.lpb.rlp.de oder unter 06242-910810 gebeten.

Eine Anmeldung zu einzelen Vortragsslots ist auch möglich.

Häftlinge des KZ Osthofen zusammen mit der Hausmeisterfamilie der ehemaligen Papierfabrik im Mai 1933
Fotograf: Wachmann des KZ Osthofen / Quelle: NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz, Gedenkstätte KZ Osthofen

Veranstalter
NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Gedenkstätte KZ Osthofen in Kooperation mit dem Förderverein Projekt Osthofen e.V.

Termin und Anmeldung
Samstag, der 13. Juni 2026, von 10 Uhr bis 17 Uhr
Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung unter info@gedenkstaette-osthofen.lpb.rlp.de oder unter 06242-910810 gebeten.
Eine Anmeldung zu einzelen Vortragsslots ist auch möglich.

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