Vortrag: Demokratische Gefühle contra völkische Gedanken


Ambivalenzen des Volksbegriffs seit dem Zeitensprung um 1800

Von Volker Gallé

 

Als die Fürstensouveränität um 1800 durch die Volkssouveränität abgelöst wurde, entwickelten sich zwei konträre Volksbegriffe. Der demokratische Entwurf begeisterte sich für Freiheit und Gleichheit, um Staatsbürgern politische und kulturelle Räume zu öffnen, in denen sie sich in gegenseitigem Interesse begegnen und Gesellschaft gestalten können. Die Begeisterung dafür findet sich beispielsweise in Schillers Hymne „An die Freude“.  Der völkische Entwurf dagegen passte die Idee des Königs, der sein Volk verkörpert, den veränderten Umständen an und mündete schließlich in die Idee eines Volkskörpers, der in Freund-Feind-Kategorien aufgestellt wurde. Davon erzählt beispielsweise die Kaiserhymne „Heil dir im Siegerkranz.“

Volker Gallé spürt in seinem Vortrag den Gefühls- und Denkmustern nach, die beide Volksbegriffe in ihrer Entstehung, Entwicklung und Wirkung beschreiben. 

 

 

Bildquelle: Volker Gallé

Der Vortrag ist der erste in der Veranstaltungsreihe "'Kulturrevolution von rechts'?" zu Strategien und Wirkung der Neuen Rechten.

 

Datum und Ort:

Mittwoch, 07.09.2022, 19 Uhr, Gedenkstätte KZ Osthofen

 

Anmeldung:

Aufgrund der aktuellen und sich verändernden Pandemiebestimmungen bitten wir um vorherige Anmeldung. Bitte senden Sie hierzu eine Email an info@projektosthofen-gedenkstaette.de oder melden Sie sich telefonisch unter 06242-910825.

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