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Stadtrundgang in Mainz

„Ausgegrenzt und ausgeplündert - auf den Spuren der Arisierung durch Mainz“
Antisemitischer Motivwagen beim Mainzer Rosenmontagszug 1936 mit Weinfass „Han mer auch gemacht Eintopf“ und gereimtem Hetzmotto: „Fremde Art hat, so betätigt deutschem Handel schwer geschädigt“
Foto: Stadtarchiv Mainz

Der Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V. wurde 1983 mit dem Ziel gegründet, die Sozialgeschichte und die Geschichte der demokratischen Traditionen von Mainz und Umgebung im 19. und 20. Jahrhundert zu erforschen. Mit der Zeit bildete sich mit der Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus sowie der Erforschung der Geschichte der Mainzer Juden ein Arbeitsschwerpunkt heraus. Mehr über die Arbeit des Vereins, insbesondere auch zu Veranstaltungen und Publikationen, erfahren Sie über die Homepage des Vereins  und www.mainz1933-1945.de.
Sofort nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 setzen auch in Mainz Diskriminierungsmaßnahmen gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, die darauf zielten sie aus dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben an den Rand zu drängen. Vor dem Hintergrund einer stets prekären Haushaltlage des Reiches, extremer Devisenknappheit und privater Habgier wurden Juden systematisch ausgeplündert und bis zur Entmenschlichung in den Konzentrationslagern entrechtet.
In unserem Stadtrundgang „Ausgegrenzt und ausgeplündert“ wollen wir anhand ausgewählter jüdischer Persönlichkeiten und Unternehmen aus verschiedenen Branchen erfahren, was es für jüdische Mainzerinnen und Mainzer konkret bedeutete, zunehmend rechtlos gestellt und enteignet zu werden. Der Rundgang beginnt am Schillerplatz am Osteiner Hof, der von 1933 bis 1937 die Mainzer Parteiorganisationen der NSDAP beherbergte und “Braunes Haus“ genannt wurde. Der Rundgang dauert ca. zwei Stunden.

 

Eine Begleitveranstaltung der Ausstellung "Legalisierter Raub - Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen und Rheinhessen 1933-1945"

Termin, Zeit: 
Sonntag, 25. Mai 2014, 11.00 Uhr

Ort:
Treffpunkt: Osteiner Hof („Braunes Haus“) am Schillerplatz

Zielgruppe:
Alle Interessierten

Veranstalter:
Verein für Sozialgeschichte Mainz e. V.

Info und Anmeldung:
Heike Alles, Tel. 06131- 6270683, Mail: h-alles@online.de